
Prachtschmerle
Botia macracanthus
Prachtschmerle obwohl diese nur sehr langsam heranwachsen, sollten nur in sehr großen Aquarien ab 300 Liter gehalten werden. Prachtschmerle sind Schwarmfische und fühlen sich erst in größeren Gruppen richtig wohl. Da diese Tiere zum größten Teil auf dem Boden leben, sollte das Aquarium in der Gründfläche anstatt in der Hohe geplant werden. Ein längliches und tiefes Aquarium ist daher besser, als ein kurzes und hohes Becken. Prachtschmerle sind fast Allesfresser. Angefangen von Frostfutter wie Mückenlarven und Artemia, sowie natürlich auch lebende Schnecken. Auch Gemüse wie Gurke und Zucchini sollten regelmäßig gefüttert werden. Auch Salat verschmähen Sie nicht. Wichtig ist nur, das Sie vitaminreiche und frisches Futter anbietet. Ansonsten verlieren Prachtschmerle sehr schnell Ihre Farbintensität. Ich biete meinen Prachtschmerlen zusätzlich regelmäßig Posthornschnecken an. Diese Schnecken können ggf. in einem separatem Aquarium nachgezüchtet werden. Prachtschmerle sollten nicht als Notlösung gegen eine Schneckenplage gekauft werden. Abgesehen von Ihrer hohen Lebenserwartung von über 25 Jahren stellen diese Schmerle sehr hohe Ansprüche an die Wasserwerte im Aquarium. Prachtschmerle kommen in der Natur in Sumatra und Borneo vor. Deshalb sollte man diese Tiere in nicht zu hartem Wasser halten. Ich halte meine Tiere bei einem KH Wert von 6, GH 10, PH 6,9, NO³ 0-5.
Grade auch die Nitratwerte sollten gut beobachtet werden, da natürlich bei größeren Fische auch mehr "Schmutz" produziert wird. Die Werte sollten daher mindestens einmal in der Woche mit Tropftest getestet werden.
Prachtschmerle benötigen sehr viele Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln, Pflanzen, Röhren und Höhlen. Fehlen diese werden die Tiere scheu oder sogar aggressiv. Da Prachtschmerle den Boden mit ihren empfindlichen Barteln nach Futter durchsuchen sollte der Kies oder Sand sehr fein und ohne spitzen Kanten sein. Auch bei der Eingewöhnung neuer Fische sollte darauf geachtet werden, das die Fische nicht verletzen werden. Prachtschmerle reagieren sehr empfindlich auf kleinste Verletzungen die z.B. beim herausfanden mit einem Netz auftreten können. Krankheitserreger können sehr schnell über diese Wunde in die Haut eindringen und das Tier schwächen. Deshalb sollte man vor allem Stress bei den Tieren vermeiden. Lassen Sie sich auch Zeit beim einsetzen neuer Tiere ins Aquarium. Die neuen Tiere sollte Tröpfchen für Tröpfchen an das neue Wasser angepasst werden. Bedenken Sie das der Händler ggf. ganz andere Wasserwerte wie Sie in Ihrem Aquarium haben.
In der Gruppe fühlen sich die Tiere am wohlsten.
Als kleiner Leckerbissen gibt es alle paar Tage ein Stück Gurke oder ähnliches.


Hier kann man sehr schön die empfindlichen Barteln sehen.
Hier ein kurzes Video
(Ein Fenster wird sich je nachdem wie schnell Ihre Internetverbindung ist öffnen und das Video abspielen)
(QUICK TIME 1,14 MB)